Wenn Gefühle zu gross werden

Kinder und Jugendliche erleben Gefühle oft sehr intensiv, manchmal stärker, als sie sie ausdrücken können. Wenn Ängste, Wut, Rückzug, Traurigkeit oder auffälliges Verhalten über längere Zeit bestehen, kann es entlastend sein, nicht alles allein tragen zu müssen.

Eltern brauchen Orientierung, welche Verhaltensweisen altersentsprechend sind und welche auf Belastung hinweisen können – und eine fachliche Unterstützung in den Momenten, in denen es schwierig wird.

Ich begleite Kinder und Jugendliche, die unter psychischen Belastungen, Entwicklungsherausforderungen oder bestehenden Diagnosen leiden, ebenso Kinder und Jugendliche, bei denen ein Verdacht oder eine Unsicherheit im Raum steht.

Mein Verständnis orientiert sich an den universalen Grundbedürfnissen nach Bindung, Sicherheit und Gesundheit, Autonomie, Selbstwert und Lustgewinn. Werden diese Bedürfnisse berücksichtigt, entsteht ein verlässlicher Rahmen für emotionale und soziale Entwicklung.

Begleitung von Kindern

Jüngere Kinder zeigen Belastungen häufig über ihr Verhalten: Ängste, Trennungsprobleme, emotionale Überforderung, Wutausbrüche, Schlafschwierigkeiten oder Konflikte im sozialen Miteinander.

In einer sicheren, spielerisch-kreativen Atmosphäre und über spieltherapeutische Interventionen lernen Kinder, Gefühle wahrzunehmen, zu verstehen und Schritt für Schritt zu regulieren. Durch gemeinsame Erfahrungen im Alltag entwickeln sie hilfreiche Bewältigungsstrategien und gewinnen mehr Sicherheit im Umgang mit Belastungen.

Eltern beziehe ich ein, weil Veränderung nicht allein beim Kind stattfinden kann, sondern immer im gesamten Familiensystem.

Begleitung von Jugendlichen

Jugendliche stehen an einem Punkt, an dem Identität, Selbstwert, Beziehungen und Leistungsdruck stärker ins Erleben eingreifen. Gefühle werden intensiver, der Alltag anspruchsvoller.

Ich begleite Jugendliche prozessorientiert, Schritt für Schritt an ihren aktuellen Themen, im Gespräch und in ihrem häuslichen Umfeld.

Dadurch können Jugendliche ihr Erleben besser einordnen, innere Sicherheit aufbauen und neue Möglichkeiten im Umgang mit Belastungen erproben. Im Mittelpunkt steht dabei die Emotionsregulation und der Aufbau eines stabileren Umgangs mit Stress und Frustration.

Therapeutische Ansätze und Methoden

Ich arbeite integrativ mit Elementen aus der Schematherapie, Spieltherapie, klassischer Verhaltenstherapie, Achtsamkeit, der Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) sowie Ansätzen der Positiven Psychologie. Dazu zählen auch Interventionen zur Förderung sozialer Kompetenzen und zur Stärkung des Selbstwerts.

Dazu gehören bei Bedarf auch Expositionsübungen, die ich im häuslichen Umfeld oder in alltäglichen Situationen begleite, um angstbesetzte Situationen schrittweise zu reduzieren und neue Erfahrungen dort zu ermöglichen, wo Belastungen tatsächlich auftreten.

Diese Kombination ermöglicht einen Zugang, der sowohl das innere Erleben als auch das konkrete Handeln im Alltag stärkt. Dadurch entwickeln Kinder und Jugendliche mehr Selbstvertrauen, emotionale Stabilität und eine wachsende Belastbarkeit.

Zusammenarbeit und Finanzierung

Die Begleitung erfolgt ressourcenorientiert und altersgerecht, in engem Austausch mit Eltern und bei Bedarf mit Schulen, Kinderärzt*innen sowie Fachpersonen der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie.

Ich führe keine Diagnostik durch und ersetze keine fachärztliche oder psychotherapeutische Abklärung.

Meine Arbeit ist ein eigenständiges Angebot im Rahmen der ambulanten kinder- und jugendpsychiatrischen Pflege und kann sowohl alleinstehend als auch ergänzend zur psychotherapeutischen oder psychiatrischen Behandlung eingesetzt werden.

Die Finanzierung entspricht dem Vorgehen bei Erwachsenen: Die psychiatrische Pflege wird ärztlich verordnet und ist durch die Grundversicherung sowie durch Gemeindebeiträge gedeckt.

Alle Informationen dazu finden sich unter Finanzierung.